Rainbowlife, lesbische Filme

 

 1. La Belle Saison

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La Belle Saison spielt in den 70ern in Frankreich. Die pflichtbewusste, lesbische Delphine wächst auf dem Bauernhof ihrer Eltern in einem kleinen Dorf auf. Als der Druck endlich einen Mann zu finden und zu heiraten immer größer wird, beschließt sie ins liberalere Paris zu gehen. Dort trifft Delphine die feministische Aktivistin Carol, in die sie sich sofort verliebt. Auch Carol entwickelt Gefühle für Delphine, ist aber eigentlich mit ihrem Freund zusammen, der die Welt gar nicht mehr versteht.

Noch komplizierter wird es, als Delphine wieder zurück nach Hause muss, um ihrer Mutter auf dem Hof zu helfen. Carol folgt Delphine aus Sehnsucht aufs Land und ein wunderschöner, leidenschaftlicher Sommer zwischen zwei gänzlich unterschiedlichen Frauen, beginnt.

 

La Belle Saison hält, was es verspricht. Der Film ist unglaublich feinfühlig erzählt, was nicht durch das Drehbuch, sondern insbesondere auch andere Kameraführung und den tollen Schauspielerinnen, transportiert wird. Besonders schön finde ich den Kontrast zwischen der Großstadt Paris mit einer aktiven, feministischen Bewegung und dem verschlafenen Landleben, das davon kaum etwas mitbekommt. Genau diesen Kontrast spiegeln auch die beiden Frauen, Delphine und Carol wieder, was ihre Liebesgeschichte so dynamisch und spannend macht.

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2. Happy End

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Lucca ist angehende Top-Juristin, zumindest wirkt die 18-jähre, die bald ihr Abitur abschließen und auf Harvard gehen wird, im ersten Moment so. Dann jedoch muss sie Sozialstunden in einem Hospiz ableisten und lernt die extrovertierte, lesbische Sängerin Val kennen.

Als Helma, eine Bewohnerin des Hospizes, welche Val sehr ins Herz geschlossen hat, stirbt, beschließen die beiden Frauen, Helmas Asch vor ihrem gierigen Sohn zu retten und in Helmas Lieblingssee zu beerdigen. Ein abenteuerlicher Roadtrip beginnt, in dem Lucca mehr als einmal über sich selbst hinauswachsen muss.

 

Längst wissen wir, dass nicht nur die großen Hollywood-Blockbuster tolle und sehenswerte Filme sind. Oftmals sind es die Filme kleinerer Filmproduktionen, die mit sehr viel weniger Budget produziert werden, und die wahren Perlen in der lesbischen Filme-Welt sind. So wurde die Produktion von Happy End tatsächlich durch ein Crowdfunding auf Startnext möglich gemacht und ist der erste Spielfilm der kleinen Filmproduktion Sistasinspiration, die sich ganz besonders für LGBTs einsetzen. Die Liebe, die hinter dem Film steht merkt man ihm auch an – Happy End!? ist absolutes Pflichtprogramm für alle, die authentische Filme lieben!

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3. Carol

Carol spielt in New York in den 50er Jahren, einer Zeit, in der lesbische Liebe weit von gesellschaftlicher Toleranz entfernt war und eigentlich nicht existieren durfte. Die junge Therese führt ein durschnittliches Leben als Verkäuferin und hat einen Freund, der sie gerne heiraten möchte. Nicht unbedingt aus der große Liebe heraus, sondern einfach, weil man es eben so macht.

Dann lernt sie aber die sehr viel ältere, elegante Carol kennen und fängt zum ersten Mal an, das Leben wirklich zu spüren. Bei einem spontanen Roadtrip verliebe sich die beiden Frauen ineinander. Doch Carols Mann tut alles, um die Liebe der beiden Frauen unmöglich zu machen. Ist die Liebe zwischen Therese und Carol wirklich stark genug, sich unter diesen Umständen zu behaupten?

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Carol hat als einer der wenigen lesbischen Filme viel Aufmerksamkeit in den Medien bekommen – und das zurecht. Vom ersten Augenblick nimmt der Film seine Zuschauer*innen auf eine Zeitreise in das vergangene New York und lässt einen in die leidenschaftliche, dramatische Liebesgeschichte eintauchen, sodass man das Hier und Jetzt komplett vergisst.

Der Film wurde nach dem Buch Carol: oder Salz und sein Preis verfilmt.

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4. Blau ist eine warme Farbe

Die 15-jährige Adéle ist ein ganz durchschnittliches Teenager Mädchen, ein bisschen auf der Suche, ein bisschen lost, führt aber sonst kein sonderlich aufregendes Leben. Durch einen Zufall trifft sie auf Emma, eine Künstlerin mit blauen Haaren, die Adèle einfach nicht mehr aus dem Kopf geht. Emma ist so anders, als alle Frauen, der Adèle bisher begegnet ist, und eine ganz neue Sehnsucht in ihr weckt.

 

Blau ist eine warme Farbe ist ein atemberaubender Film, der die Liebesgeschichte der beiden Frauen unglaublich nah und einprägsam erzählt. Als einer der wenigen Filme über lesbische Liebe zeigt er lesbischen Sex explizit und ausgedehnt, wofür der Film auch gute Kritik bekommen hat. Das Gefühl, dass die Sexszene von einem männlichen Regisseur (auch) für Männer gedreht worden sind, lässt sich aber dennoch nicht ganz abschütteln.

Die Vorlage für Blau ist eine warme Farbe ist der gleichnamige, liebevoll gezeichnete Comic von Julie Maroh.

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5. All About E

Hauptperson in All About E ist die heiße Elmira, kurz E, die als DJane in einem der angesagtesten Gay Clubs arbeitet, mit Frauen flirtet und ihr Leben genießt. Als sie und ihr (schwuler) bester Freund Matt an einen Koffer voller Geld kommen, scheint das Glück perfekt. Doch die wahren Besitzer des Geldes sind düstere Drogenbosse, die sich an Es und Matts Fersen heften. Die Verfolgungsjagd endet in einem Roadtrip, auf dem E nicht nur den Drogenbossen entkommen muss, sonder sich auch ihren wahren Gefühlen stellen muss.

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All About E ist nicht nur ein wunderschöner, romantischer Film, sondern wurde auch von einer lesbische Regisseurin gedreht. Das merkt man dem Film, im absolut positiven Sinne, einfach an. Louise Wadley schafft es, eine unglaublich authentische lesbische Liebesgeschichte darzustellen, mit einem Gefühl für Feinheiten und Zwischentöne, wie es kaum jemandem sonst gelingt.

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6. I can’t think straight

Die aus Jordanien stammende Tala ist nicht nur attraktiv und extrovertiert, sondern hat auch eine starke Meinung und lässt sich von niemandem in ihr Leben rein reden. Da sie aber schon die dritte Verlobung platzen lässt, macht sich ihre Mutter zunehmend Sorgen um den Ruf der Familie.

Bei einem Trip nach London trifft Tala auf die zurückhaltende Leyla, die sich von Tala sofort angezogen fühlt. Doch beide Frauen haben bisher ausschließlich hetero gelebt, in dem Glauben, dass sie zu viel von der Liebe erwarten. Als Leyla kurz davor steht, sich bei ihrer Familie als lesbisch zu outen, muss Tala sich zwischen der Liebe und Tradition entscheiden.

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I can’t think straight ist ein toller Coming Out Film, der als einer der wenigen Filme das innere Coming Out beider Frauen thematisiert und dabei auch noch den Einfluss von Tradition und verschiedenen Kulturen mit einbezieht. Die Figuren Tala und Leyla sind beide absolute Powerfrauen, beide auf ihre eigene Art und Weise, was den Film so sympathisch und schön anzusehen macht.

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7. Better than chocolate

Die lesbische Maggie arbeitet in einem Frauenbuchladen und verliebt sich in die außergewöhnliche Malerin Kim, die kurzerhand bei Maggie einzieht. Noch am selben Abend kündigt sich aber Maggie Mutter und ihr jüngerer Bruder zu Besuch an, die aber beide nichts vom lesbisch sein Maggies wissen. Maggie versucht sich immer wieder bei ihrer Mutter zu outen, die davon aber nichts wissen will währenddessen Freundschaft mit der transsexuellen Jodie schließt, ohne um Jodies Identität zu wissen. Doch wie lange kann die junge Liebe das Versteckspiel aushalten?

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Die kanadische Komödie aus 1999 wirkt auf den ersten Blick vielleicht outdatet – aber das ist sie nicht! Better than chocolate ist eine super lustige lesbisch/queere Coming-of-Age Story, in der fast alle Hauptcharaktere lesbisch, bi, queer, Trans* sind. Total schön und authentisch inszeniert sind auch die Sexszenen zwischen Maggie und Kim, denen man klar anmerkt, dass sie an ein lesbisches Publikum gerichtet sind.

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8. Aimée & Jaguar

Rainbowlife, lesbische FilmeBerlin, 1943: Felice ist Jüdin, lebt im Untergrund, schreib unter einem falschen Namen für eine Nazizeitung und lässt dem Widerstand heimlich Informationen zu kommen. Außerdem ist sie lesbisch und lernt durch Zufall die biedere Hausfrau und Mutter Lilly kennen. Die beiden Frauen verlieben sich ineinander. Aber wie kann eine lesbische Liebe in dieser Zeit überhaupt eine Chance haben?

 

Aimée und Jaguar beruht auf einer wahren Geschichte. Als Vorlage galt  das Buch Aimée & Jaguar, welches ein Zeitdokument mit Aussagen, Artikeln, Briefen und Fotos der beiden Liebenden Lilly Wust und Felice Schwabenheim darstellt. Wahrscheinlich ist der Film gerade deswegen so berührend und geht einem lange nicht mehr aus dem Kopf…

 

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9. Kyss mig – Küss mich

Rainbowlife, lesbische FilmeMia ist seit Kurzem mit ihrem Freund Tim verlobt und eigentlich total glücklich. Dann lernt sie jedoch die neue Freundin ihres Vaters und ihre selbstbewusste, offen lesbische Tochter Frieda kennen, von der Mia sofort fasziniert ist. Auf einem gemeinsamen Inselwochenende kommen sich die beiden Frauen näher und beginnen eine kurze, atemberaubende Affäre. Kann Mia akzeptieren, dass sie sich in eine Frau verliebt hat?

 

Kyss mig ist ein schwedischer Film, den es nur in Originalsprache mit deutschem Untertitel gibt. Gerade das ist aber ein besonderes Merkmal des Films. So nimmt einen die schwedische Sprache noch mehr mit in den Film und macht das Filmerlebnis auf eine ganz eigene Art besonders.

 

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10. Eine Hochzeit zu Dritt

Rainbowlife, lesbische FilmeRachel heiratet ihren langjährigen Freund Heck und begegnet auf dem Weg zum Traualtar der außergewöhnlichen Floristin Luce. Bereits nach diesem einen Blick geht Luce Rachel nicht mehr aus dem Kopf. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine innige Freundschaft, bei der die Grenzen zwischen Freundschaft und Liebe mehr und mehr verschwimmen. Doch Rachel liebt ihren Mann und möchte ihn auf keinen Fall verletzen.

 

Obwohl Eine Hochzeit zu Dritt auf den ersten Blick wie ein für den Mainstream gemachter Kitsch-Film wirkt, entpuppt er sich als zarte, ehrliche Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, die wie aus dem echten Leben wirkt. Ein bisschen kitschig wird es am Ende dann doch noch, aber auf eine süße Art und Weise, die man dem Film gut verzeihen kann.

 

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